Pränataldiagnostik / Feindiagnostik Degum II – 3D / 4D / Schwangerschaftsvorsorge

Hauptbestandteil der Pränataldiagnostik (Feindiagnostik) ist die Ultraschalluntersuchung des ungeborenen Kindes, die von speziell ausgebildeten Frauenärzten, durchgeführt wird. Viele fetale Fehlbildungen oder Hinweiszeichen auf Chromosomenauffälligkeiten können bei dieser speziellen Ultraschalluntersuchung in der 18-22. SSW beurteilt werden. Ein Teil dieser Auffälligkeiten können bereits zu einem früheren Zeitpunkt z.B. im Rahmen des Ersttrimesterscreenings dargestellt werden. Bei fetalen Auffälligkeiten wird die invasive Diagnostik (Fruchtwasserpunktion/Chorionzottenbiopsie) angeboten. Wichtige Voraussetzungen für eine aussagekräftige Ultraschalluntersuchung sind die Qualifikation/Erfahrung des Untersuchers und die Verwendung eines geeigneten Ultraschallgerätes.

In unserer Praxis werden folgende Leistungen angeboten. Für weitere Fragen stehen wir ihnen gerne persönlich/telefonisch zur Verfügung:

ErsttrimesterscreeningFeindiagnostikFetale EchokardiografieDopplersonografieAmniozentese/CVS3D/4D Sonografie
Ersttrimesterscreening (FMF-London zertifiziert)

Das Ersttrimesterscreening setzt sich aus der Ultraschalluntersuchung des Kindes und einer Blutentnahme von der Mutter zusammen. Die Ultraschalluntersuchung wird zwischen der 11+0-13+6 SSW durchgeführt. Dabei wird die sog. Nackentransparenz (Nackenhautdicke) des Kindes gemessen. Aus mütterlichem Blut werden 2 Schwangerschaftshormone bestimmt. Aus diesen Werten wird ein individuelles statistisches Risiko für die T21/13 und T18 berechnet. Nähere Informationen erhalten sie unter http://www.fmf-deutschland.info/de oder
http://www.fetalmedicine.com


Feindiagnostik (Fehlbildungsultraschall 18.-22. SSW)

Bei der Feindiagnostik, auch „Organultraschall“ genannt , werden die einzelnen Organe des Kindes mit hochauflösenden Ultraschallgeräten angeschaut. Sie ist wesentlich genauer als das 2. Ultraschallscreening oder das „erweiterte Ultraschallscreening und darf nur von Ärzten mit besonderer Qualifikation durchgeführt werden. Sie ist nicht regulärer Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge. Nähere Informationen erhalten sie unter http://www.degum.de


Fetale Echokardiografie (Untersuchung des fetalen Herzens)

Die fetale Echokardiografie ist die detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens mittels hochauflösender Ultraschallgeräte. Hierbei können z.B. die Herzklappen, Herzhöhlen, die großen Gefäße des Herzens beurteilt werden. Der Blutfluss im kindlichen Herz kann mit Hilfe der Dopplersonografie sichtbar gemacht werden. Die vorgeburtliche Erkennung fetaler Herzfehler ist für die Geburtsplanung von sehr großer Bedeutung.


Dopplersonografie (Durchblutungsmessung)

Die Dopplersonografie ermöglicht die Messung des Blutflusses in den mütterlichen/kindlichen Gefäßen. Das Blutflussmuster in den Gebärmutterarterien/Nabelschnurarterien kann Auskunft über die Versorgungssituation der Plazenta und des Kindes (z.B. bei Plazentainsuffizienz) geben. Veränderung der Blutflussgeschwindigkeit in den fetalen Hirngefäßen kann ein Hinweis auf kindliche Blutarmut sein.


Amniozentese (Fruchtwasserpunktion)/Chorizottenbiopsie

Bei der Fruchtwasserpunktion wird mittels einer dünnen Kanüle über die Bauchdecken der Mutter ca. 15-20 ml Fruchtwasser entnommen. Bei der Chorionzottenbiopsie bzw. Plazentapunktion wird ebenfalls über die mütterliche Bauchdecke wenig Plazentagewebe entnommen. Aus den kindlichen Zellen kann der Chromosomensatz des Kindes bestimmt werden. Diese invasiven diagnostischen Eingriffe bedürfen einer besonderen Indikation.


3D/4D Sonografie

Die 3D/4D Sonografie ermöglicht die dreidimensionale Darstellung des Feten. Die „Live 3D-Untersuchung“ mit bewegten Bildern wird als 4D bezeichnet. Diese Techniken sind als ergänzende Untersuchungsmethode zur 2D-Sonografie zu verstehen.